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Bürgerwerkstätten im Rahmen des kooperativen Wettbewerbsverfahren „Stadtmitte am Fluss“

Auftraggeber

Landeshauptstadt Saarbrücken, Projektgruppe Stadtmitte am Fluss: Baudezentin Frau Wandel-Höfer, Planungsamtsleiterin Monika Kunz und Projektleiterin Beteiligungsverfahren Heidrum Stern

Leistungen:
Prozesskonzeption und Moderation der Bürgerwerkstätten und Focusgruppen in Kooperation mit der Planungsgruppe agl aus Saarbrücken

Aufgabenprofil:
Die Landeshauptstadt Saarbrücken will die durch die Untertunnelung der 1,5 km langen Autobahn freiwerdenden Saaruferbereiche neu gestalten. Damit soll sich das Gesicht der Stadt nachhaltig verändern und die Stadt soll an den Fluss zurückkehren. Ein Jahrhundertprojekt für die Stadt und die Region.
Sechs ausgewählte Planungsteams wurden in einem kooperativen Wettbewerbsverfahren beauftragt, städtebauliche, verkehrliche und freiräumliche Ideen für die Saarufer zu entwickeln. Die Besonderheit dabei war, dass die Planungsteams nicht allein an den Plänen feilen sollten, sondern vielmehr im direkten Dialog mit interessierten BürgerInnen über die neue Stadtmitte am Fluss stehen sollten. Das Bürgerbeteiligungsverfahren wurde zeitlich und inhaltlich eng an das Wettbewerbsverfahren gekoppelt, was eine Herausforderung mit dem gängigen Wettbewerbsrechts darstellte.
Den Start der Bürgerbeteiligung bildete über die Sommermonate eine umfassenden Informationsphase mit Bustouren in allen Stadtteilen, einem temporären Infopavillion am Saarufer, geführten Stadtspaziergängen, Postwurfsendungen und Informationsbroschüren. Darüber hinaus wurden Anregungen und Ideen zum Großprojekt sowohl von regionalen VertreterInnen der deutschen und französischen Nachbarstädte als auch von Fachleuten aus Wirtschaft, Soziales und Integration sowie der Politik in sogenannten  Focusgruppen eingeholt.
Kernstück des Beteiligungsverfahrens waren drei aufeinander aufbauende Bürgerwerkstätten. In der ersten Bürgerwerkstatt entwickelten die 200 Teilnehmenden ein Raum- und Nutzungsprogramm und formulierten Qualitätskriterien, die als Bewertungsmaßstab in späteren Werkstätten herangezogen werden sollten.
In der zweiten Bürgerwerkstatt präsentierten die sechs Planungsteams ihre ersten Entwurfsideen. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit den vorgestellten Leitideen und Detailplanungen verschiedener Teilbereiche auseinander und erarbeiteten ein differenziertes feedback. Eine gute Grundlage für die Planungsteams zur Ausarbeitung der endgültigen Planungsentwürfe.
In der letzten Bürgerschaft wurden schließlich die endgültigen Planungsideen präsentiert und die Bewertungen der Fachjury vorgestellt. Hier erhielten die Interessierten die letzte Gelegenheit ein feedback zu den weiteren Detailplanungen und Überarbeitungen zu geben.

Ergebnis

Die Bewertung der Jury und die Empfehlungen aus den Bürgerwerkstätten wurden dem Stadtrat vorgelegt, um für den Großprojekteantrag bei der EU in Brüssel finanzielle Fördermittel zu beantragen.

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