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Bürgerbeteiligung im Rahmen des städtebaulichen Ideenwettbewerbs Döbele

Das Stadtplanungsamt Konstanz leistete Pionierarbeit in Baden-Württemberg: erstmals wurde in einem offenen 2-stufigen Wettbewerb eine Bürgerbeteiligung integriert. Dieser Möglichkeit wurde vorab intensiv mit der Architektenkammer beraten. Um die Anonymität im ansonsten streng geregelten Wettbewerbsverfahren zu wahren, durften während der Veranstaltung keine Fotos gemacht und die minutiöse Präsentationszeit für die jeweiligen Entwürfe eingehalten werden.

Der Wettbewerb sollte eine Idee zur Entwicklung eines der neuralgischen Flächen im Herzen der Stadt Konstanz, d.h. dem Döbele, hervorbringen, die die unbefriedigende städtebauliche Situation/Funktionalität des Gebiets löst und dabei auch verkehrsplanerische Aspekte integriert. Vor der Auslobung des Wettbewerbs hatten bereits zwei Runden der Bürgerbeteiligung stattgefunden: zunächst führte die Stadt Expertengespräche mit wichtigen Stadtakteuren aus den Bereichen Soziales, Wohnen, Handel/Gewerbe/Dienstleistungen, Verkehr sowie der Bürgergemeinschaft bzw. Anliegergemeinschaft Paradies durch. Im Juni 2013 gab es dann einen öffentlichen Planungsdialog mit ca. 200 Teilnehmenden, die verschiedene Qualitätskriterien erarbeiteten, zum Beispiel zu den Aspekten Wohnen, Gestaltung des Stadteingangs, qualitätsvolle öffentliche Räume, Parken. Die Ergebnisse waren Bestandteil der Auslobungsunterlagen.

In der zweiten Bürgerinformationsveranstaltung wurde eine Bandbreite an unterschiedlichen Lösungsansätzen vorgestellt, um den für die 2. Phase des Wettbewerbs ausgewählten Büros Anregungen für die weitere Ausarbeitung ihrer Entwürfe an die Hand zu geben.

Auftraggeber:

Stadt Konstanz, Amt für Stadtplanung und Umwelt, 2014

Leistungen:

Veranstaltungsdesign, Moderation und Dokumentation

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